Unternehmen


Schokoladenprodukte aus Wernigerode sind schon seit vielen Jahrzehnten ein Begriff für hochwertige Süßwaren, Brockensplitter und Harzer Tröpfchen die Verkaufsschlager der einstigen VEB Süßwarenfabrik Argenta. Die Brockensplitter haben Argenta weit über den Harz hinaus bekannt gemacht. Bis heute sind diese eines der bekanntesten Schokoladenprodukte der Region, die von Wergona Schokoladen produziert wurden.

 

Die Wurzeln von Wergona Schokoladen reichen weit in die Vergangenheit zurück.

 

1916 erwirbt Ferdinand Karnatzki die alte Burgmühle in Wernigerode, die er abreißen lässt und an gleicher Stelle die Schokoladenwerke Ferdinand Karnatzki AG errichtet.

  

1928 erwirbt die Rudolph Karstadt AG die Konkursmasse der Schokoladenfabrik Ferdinand Karnatzki und gründet die Burgmühlen Schokoladen GmbH. Daran beteiligt ist auch Westdeutschen Kaufhof AG.

 

1935 geht die Schokoladen-Fabrik Burgmühle AG in der Argenta Schokoladenwerke AG Wernigerode auf.

 

1946 wurde der Betrieb enteignet. Nach dem 2. Weltkrieg wird aus diesem Betrieb der VEB Schokoladenfabrik Wernigerode, der ab 1951 als VEB (K) Argenta Süßwarenfabrik Wernigerode firmiert.

 

1990 wird aus dem VEB eine GmbH.

 

Nach der Wende nimmt der Großhandel die bestellte Ware nicht mehr ab und Argenta bleibt auf seinen Produkten sitzen. Das Unternehmen gerät in Turbulenzen.

 

1991 wird Argenta schließlich von der Stuttgarter Friedel Süßwarenfabrik GmbH übernommen.

 

2002 meldet die Friedel Süßwarenfabrik GmbH Insolvenz an. Mit der Insolvenz des Unternehmens endet im Ortsteil Hasserode die traditionsreiche Herstellung von Süßwaren.

 

Im gleichen Jahr gründet die in Magdeburg geborene süddeutsche Unternehmerin Monika Cersovsky die Wergona Schokoladen GmbH. Anfänglich wird mit den Anlagen des insolventen Unternehmens Friedel produziert. 40 Mitarbeiter stellen 2000 Tonnen Schokoladenprodukte her. Man konzentriert sich auf die Produktion der Brockensplitter und die Herstellung von Oster- und Weihnachts-Saisonartikel aus Schokolade.

 

Parallel wird in kürzester Zeit ein hochmodernes, neues Werk auf der „grünen Wiese“ gebaut.

 

2004 geht auf über 22.000 qm – nach nur achtmonatiger Bauzeit - eine der weltweit größten Schokoladenfabriken im Wernigeröder Industriepark in Betrieb, die auch eine der größten Anlagen zur Fertigung von Schokoladenfiguren umfasst.

 

2008 beträgt die Jahresproduktion von Wergona bereits 12.500 Tonnen. Im gleichen Jahr wird die Wergona Schokoladen GmbH von Reiner Haseloff (CDU), dem damaligen Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt, zum „Unternehmen des Monats November 2008“ ausgezeichnet.

 

Nach mehreren Erweiterungen wächst der Standort in Wernigerode im Jahr 2010 auf 42.000 qm Produktions- und Lagerfläche.

 

Mittlerweile stellt die Wergona Schokoladen GmbH jedes Jahr ca. 27 Mio. Adventskalender her und zählt zu den weltweit größten Herstellern von Schokoladen-Adventskalendern.

 

Wergona Schokoladen produziert Schokoladenprodukte für Kunden in mehr als 50 Länder, darunter auch Japan, Nepal, Südafrika, Amerika und vor allen Dingen für deutsche und europäische Kunden.